Im Frühling, wenn bei uns der letzte Schnee geschmolzen ist, sofern er überhaupt den Boden getroffen hat, beginnt die beschwerliche Reise der Erdbeeren von Südspanien in die Schweiz. Im Winter muss man sich ja notgedrungen mit geschmacklosen ägyptischen Erdbeeren begnügen. Die Erdbeeren aus Andalusien haben wenigsten bei ihrem Wachstum eine schöne Sicht auf die umliegenden Naturschutzgebiete genossen. Sie graben diesen zwar das Wasser ab, aber das ist eine andere Geschichte.
Nach dem Pflücken der Erdbeeren beginnt ihre Reise in der Hafenstadt Huelva mit der berühmten gekalkten Kapelle Santuario de Nuestra Señora de la Cinta und der eindrücklichen Barockfassade. Auf der A-4 geht es an Sevilla vorbei durch Andalusien. Bei Valencia erblicken die Erdbeeren das erste Mal das Meer. In Barcelona legt der Lastwagen eine Rast ein. Die Erdbeeren nutzen sie um einen Stierkampf zu besuchen. Doch beim Anblick dieser blutrünstigen Stierkämpfe wird es den vegetarischen Erdbeeren schwarz vor den Augen. Nach der Hälfte der Reise übernachten die Erdbeeren auf einem Rastplatz. Eigentlich möchten die Erdbeeren zur Erfrischung eine Dusche geniessen, aber ihr CO2-Fussabdruck ist schon so gross, dass das nicht mehr drin liegt. Für die Herstellung einer Schale Erdbeeren braucht es nämlich 150 Liter Wasser, das ist eine volle Badewanne.
Als der Zollbeamte bei der Schweizer Grenze den Laderaum kontrolliert, schauen ihn lauter bleiche Erdbeeren an. Ihnen ist von der Fahrt über die unebenen ausländischen Strassen regelrecht schlecht geworden. Trotzdem ist der Verkehr im Grossen und Ganzen immer geflossen, aber in Schweizer beginnt er nun zu stocken. Da werden die Erdbeeren vor lauter Ärger direkt schimmlig. Gegen diesen Stau hilft nur das Projekt „CARGO SOUS TERRAIN“. Ein Tunnelsystem soll dereinst den Bodensee mit dem Genfersee verbinden und mit Ablegern nach Basel und Luzern führen. Das Tunnelsystem besteht aus 6 Meter breiten Tunnelröhren, die in einer Tiefe von 50 Metern gebaut werden. Auf den Transportbändern können unbemannte Transportfahrzeuge mit 30km/h selbstständig fahren. Bei den sogenannten Hub’s kommen die Transportfahrzeuge mit einem Lift an die Oberfläche. Doch bis das privat finanzierte 33 Milliarden teure System gebaut wird, müssen die Erdbeeren noch über die verstauten Strassen fahren.
Völlig erschöpft kommen die Erdbeeren nach einer 2142 km langen Fahrt im Supermarkt an. Da muss man sich nicht wundern, wenn sie in der Früchteabteilung nicht mehr schön aussehen. Ja wer sieht schon nach einer 21 stündigen Reise noch gut aus.
Satirische Verehrsmeldungen von Nationalstrassen, Autobahnen und sonstigen Strassen
Sonntag, 19. Mai 2019
Samstag, 4. Mai 2019
Asterix auf der Autobahn
Zufall oder Absicht? Gleichzeitig mit dem ersten Netzzustandsbericht des ASTRA ist der Band „Asterix in Italien“ herausgekommen. Auf den ersten Blick lässt sich kein Zusammenhang herstellen. Doch sowohl der Bericht des ASTRA wie der neue ComicBand handeln vom Strassenzustand.
Die Geschichte beginnt so: In einer heftigen Debatte im römischen Senat kommt der Senator Quartalsabschlus völlig in Rage „Ich hatte einen Traum von Freier Fahrt für freie Bürger! Doch unsere Strassen sind in einem erbärmlichen Zustand, weil der zuständige Senator Lactus Bifidus alle Gelder für den Erhalt unserer wunderbaren Verkehrswege unterschlagen hat!“. Um diese Anschuldigung zu entkräften, schlägt der Leiter des römischen Verkehrswesens ein Wagenrennen über die ganze italienische Halbinsel vor, um zu beweisen, dass die Strassen Roms einwandfrei in Schuss sind. Zu diesem antiken Giro d'Italia können alle Völker des römischen Reiches teilnehmen. Um Caesar wieder einmal eines auswischen zu können, nehmen auch die Gallier teil. Weil aber Caesar unbedingt das Rennen gewinnen möchte, behindert er alle andere Wagen wo es nur geht, sei es durch schikanöse Fahrzeugkontrollen oder Strassensperren mit dem vorgeschobenen Argument, den Durchgang für umbrische Rebellen zu verhindern. Mit dem Kommentar der Gallier, sie seien unkontrollierbar „räumen“ sie die römischen Soldaten auf die übliche Art weg. Auch setzt Rom Bestechungsgelder ein, um nach jeder Etappe wieder frische Pferde zu erhalten. Doch all diese Mauscheleien verhindern den Sieg der Gallier nicht. Der römische Wagen fährt kurz vor dem Ziel sogar in ein riesiges Schlagloch. Die Blamage für Caesar ist gross! Auf den Schweizer Nationalstrassen hingegen sieht die Situation viel besser aus. Nach dem Netzzustandsbericht des ASTRA haben die Strassen, Brücken und Tunnels einen guten Zustand, von Schlaglöchern ist da keine Rede. Die Note 1.80 (Skala von 1=gut bis 5=alarmierend) stellt den Verantwortlichen ein gutes Zeugnis aus. In „Asterix in Italien“ kommen die Strassenbauverantwortlichen etwas weniger gut weg. Zur Strafe für den schlechten Strassenzustand verbannt Caesar den Leiter des römischen Verkehrswesens nach Libyen, wo er jetzt Sandpisten planieren muss, anstatt mit seiner Frau Mozzarella schöne Orgien zu feiern.
Die Geschichte beginnt so: In einer heftigen Debatte im römischen Senat kommt der Senator Quartalsabschlus völlig in Rage „Ich hatte einen Traum von Freier Fahrt für freie Bürger! Doch unsere Strassen sind in einem erbärmlichen Zustand, weil der zuständige Senator Lactus Bifidus alle Gelder für den Erhalt unserer wunderbaren Verkehrswege unterschlagen hat!“. Um diese Anschuldigung zu entkräften, schlägt der Leiter des römischen Verkehrswesens ein Wagenrennen über die ganze italienische Halbinsel vor, um zu beweisen, dass die Strassen Roms einwandfrei in Schuss sind. Zu diesem antiken Giro d'Italia können alle Völker des römischen Reiches teilnehmen. Um Caesar wieder einmal eines auswischen zu können, nehmen auch die Gallier teil. Weil aber Caesar unbedingt das Rennen gewinnen möchte, behindert er alle andere Wagen wo es nur geht, sei es durch schikanöse Fahrzeugkontrollen oder Strassensperren mit dem vorgeschobenen Argument, den Durchgang für umbrische Rebellen zu verhindern. Mit dem Kommentar der Gallier, sie seien unkontrollierbar „räumen“ sie die römischen Soldaten auf die übliche Art weg. Auch setzt Rom Bestechungsgelder ein, um nach jeder Etappe wieder frische Pferde zu erhalten. Doch all diese Mauscheleien verhindern den Sieg der Gallier nicht. Der römische Wagen fährt kurz vor dem Ziel sogar in ein riesiges Schlagloch. Die Blamage für Caesar ist gross! Auf den Schweizer Nationalstrassen hingegen sieht die Situation viel besser aus. Nach dem Netzzustandsbericht des ASTRA haben die Strassen, Brücken und Tunnels einen guten Zustand, von Schlaglöchern ist da keine Rede. Die Note 1.80 (Skala von 1=gut bis 5=alarmierend) stellt den Verantwortlichen ein gutes Zeugnis aus. In „Asterix in Italien“ kommen die Strassenbauverantwortlichen etwas weniger gut weg. Zur Strafe für den schlechten Strassenzustand verbannt Caesar den Leiter des römischen Verkehrswesens nach Libyen, wo er jetzt Sandpisten planieren muss, anstatt mit seiner Frau Mozzarella schöne Orgien zu feiern.
Freitag, 8. März 2019
Geisterautobahn
«Bern, im März – Über die Feiertage ist mit Staus und längeren Wartezeiten zu rechnen». Die Pressemitteilungen des ASTRA mit den Verkehrsprognosen für Ostern, Pfingsten, Sommer, Winter und Weihnachten gleichen sich jedes Jahr, trotzdem versammeln sich unzählige Urlaubsreisende bei den neuralgischen Autobahnstellen. Doch an einem Osterwochenende geschah etwas Sonderbares.
Die Polizei und die Verkehrsmanagementzentrale bereiten sich wieder mal auf ein strenges Osterwochenende vor. Das Personal ist in Vollbesetzung bereit und alle warten an den Bilderschirmen auf den grossen Osterstau. Alle grossen Baustellen mit Verkehrsbehinderungen sind aufgehoben. Es ist Donnerstagnachmittag vor Ostern. Normalweise herrscht um diese Zeit schon eine hektische Stimmung und die ersten Staumeldungen werden an die Radiostationen übermittelt. Aber irgendetwas ist an diesen Ostern anders, nur kann niemand sagen was.
Als sich der obligate Stau nicht zu bilden begann, stellten die Operatoren beunruhigt fest, dass auf den Autobahnkameras keine Autos zu sehen waren. Darauf begannen sie alle der 3000 Kameras zu kontrollieren und mussten mit Schrecken feststellen, dass auch auf diesen keine Autos zu sehen waren.
Schnell wurde klar, dass sich hier um einen Systemausfall der Videoanlagen handeln musste. In Windeseile versuchten die Techniker alle Rechner neu zu starten. Diese könnten ja von Cyberkriminellen als sogenannte Bootnetze missbraucht werden. Doch die Anlagen zeigten nach dem Wiederstart das gleiche Bild – Geisterautobahnen. Langsam kam die Vermutung auf, dass es sich um einen Hackerangriff handeln könnte. Daraufhin wurde das ganze Netzwerk fieberhaft nach Cyberangriffen abgesucht – Fehlanzeige. Nun wurde die nationale Zentralstelle für Cyberangriffe eingeschaltet. Aber auch diese Stelle hatte bis jetzt keine Unregelmässigkeiten festgestellt.
Nun schaltete sich die Polizei ein und schickte Patrouillenfahrzeuge auf die Strecke. Doch die Polizisten trauten ihren Augen nicht. Die Autobahnen waren komplett leer – richtige Geisterautobahnen. Doch nach einer kurzen Zeit wurde der Himmel hinter den Polizisten rabenschwarz und es war ein dumpfes Summen wahrzunehmen. Als sie sich umdrehten, kamen sie sich wie in einem Science-Fiction Film vor. Der ganze Himmel war rabenschwarz und voll von elektrischen Flugtaxis, die Richtung Süden flogen.
Wir sind im Jahr 2076.
P.S. Die SBB prüfen zurzeit zusammen mit der deutschen Firma Lilium, wie sie mit Lufttaxis die Bahnpassagiere vom Bahnhof nach Hause befördern können.
Die Polizei und die Verkehrsmanagementzentrale bereiten sich wieder mal auf ein strenges Osterwochenende vor. Das Personal ist in Vollbesetzung bereit und alle warten an den Bilderschirmen auf den grossen Osterstau. Alle grossen Baustellen mit Verkehrsbehinderungen sind aufgehoben. Es ist Donnerstagnachmittag vor Ostern. Normalweise herrscht um diese Zeit schon eine hektische Stimmung und die ersten Staumeldungen werden an die Radiostationen übermittelt. Aber irgendetwas ist an diesen Ostern anders, nur kann niemand sagen was.
Als sich der obligate Stau nicht zu bilden begann, stellten die Operatoren beunruhigt fest, dass auf den Autobahnkameras keine Autos zu sehen waren. Darauf begannen sie alle der 3000 Kameras zu kontrollieren und mussten mit Schrecken feststellen, dass auch auf diesen keine Autos zu sehen waren.
Schnell wurde klar, dass sich hier um einen Systemausfall der Videoanlagen handeln musste. In Windeseile versuchten die Techniker alle Rechner neu zu starten. Diese könnten ja von Cyberkriminellen als sogenannte Bootnetze missbraucht werden. Doch die Anlagen zeigten nach dem Wiederstart das gleiche Bild – Geisterautobahnen. Langsam kam die Vermutung auf, dass es sich um einen Hackerangriff handeln könnte. Daraufhin wurde das ganze Netzwerk fieberhaft nach Cyberangriffen abgesucht – Fehlanzeige. Nun wurde die nationale Zentralstelle für Cyberangriffe eingeschaltet. Aber auch diese Stelle hatte bis jetzt keine Unregelmässigkeiten festgestellt.
Nun schaltete sich die Polizei ein und schickte Patrouillenfahrzeuge auf die Strecke. Doch die Polizisten trauten ihren Augen nicht. Die Autobahnen waren komplett leer – richtige Geisterautobahnen. Doch nach einer kurzen Zeit wurde der Himmel hinter den Polizisten rabenschwarz und es war ein dumpfes Summen wahrzunehmen. Als sie sich umdrehten, kamen sie sich wie in einem Science-Fiction Film vor. Der ganze Himmel war rabenschwarz und voll von elektrischen Flugtaxis, die Richtung Süden flogen.
Wir sind im Jahr 2076.
P.S. Die SBB prüfen zurzeit zusammen mit der deutschen Firma Lilium, wie sie mit Lufttaxis die Bahnpassagiere vom Bahnhof nach Hause befördern können.
Samstag, 9. Februar 2019
Der Salzmann
Kürzlich winkte mich mein Nachbar in seine Wohnung hinein – mir schwante Schlimmes. Ich hatte den ersten Schluck des offerierten Bieres noch nicht getrunken, da setzte schon sein Redeschwall ein. Er habe mit dem Auto geschlagene drei! Stunden gehabt, um von Wädenswil nach Thusis zu fahren, nur weil die Schneepflüge mit 20km/h auf der Autobahn schlichen und ihn nicht überholen liessen. 20km/h schrie er!
Aber wahrscheinlich hat er vor lauter Ärger die Geschwindigkeitsanzeige nicht genau abgelesen – vermutlich war es so um 40km/h. Dann holte er kurz Luft und schnaubte: ja und ab Chur haben sie die Strasse gar nicht mehr geräumt. Wenn mein Nachbar wüsste dass man von mir aus auf die Schwarzräumung verzichten könnte, würde er mir wahrscheinlich nie mehr ein Bier anbieten. Denn neben den ökologischen Gründen verursacht das Salz bei unseren Betriebs- und Sicherheitsausrüstungen massive Schäden. Damit die Einrichtungen wegen dem Salz nicht nach einem Jahr von der Tunneldecke fallen, müssen wir exorbitant teure hochlegierte Chromstähle mit Molybdän für die Aggregate und Befestigungen einsetzen. Dazu kommen noch die Schäden an der Fahrbahn, den Brücken und Tunnels welche das ASTRA Millionen kostet. 20km/h schallte es wieder in den Raum!
Aber irgendwie merkte mein Nachbar, dass ich sein Anliegen nicht wirklich ernst nahm. So rannte er anderntags ins Fitnesscenter wo er den ehemaligen Leiter des Autobahnwerkhofes traf. Dieser bestätigte ihm dann unumwunden, dass die Schneepflüge früher mit 60km/h gefahren seien und regelmässig die Autobahn verlassen haben, um den Verkehr passieren zu lassen. 60km/h posaunte mein Nachbar mir ins Gesicht, als ich ihn das nächste Mal traf.
Wer jetzt mit mir Erbarmen hat, den kann ich trösten. Ich habe nämlich meinem Nachbarn sein letztes Bier weg getrunken und den ganzen mit Salz gereiften Käse gegessen.
Aber wahrscheinlich hat er vor lauter Ärger die Geschwindigkeitsanzeige nicht genau abgelesen – vermutlich war es so um 40km/h. Dann holte er kurz Luft und schnaubte: ja und ab Chur haben sie die Strasse gar nicht mehr geräumt. Wenn mein Nachbar wüsste dass man von mir aus auf die Schwarzräumung verzichten könnte, würde er mir wahrscheinlich nie mehr ein Bier anbieten. Denn neben den ökologischen Gründen verursacht das Salz bei unseren Betriebs- und Sicherheitsausrüstungen massive Schäden. Damit die Einrichtungen wegen dem Salz nicht nach einem Jahr von der Tunneldecke fallen, müssen wir exorbitant teure hochlegierte Chromstähle mit Molybdän für die Aggregate und Befestigungen einsetzen. Dazu kommen noch die Schäden an der Fahrbahn, den Brücken und Tunnels welche das ASTRA Millionen kostet. 20km/h schallte es wieder in den Raum!
Aber irgendwie merkte mein Nachbar, dass ich sein Anliegen nicht wirklich ernst nahm. So rannte er anderntags ins Fitnesscenter wo er den ehemaligen Leiter des Autobahnwerkhofes traf. Dieser bestätigte ihm dann unumwunden, dass die Schneepflüge früher mit 60km/h gefahren seien und regelmässig die Autobahn verlassen haben, um den Verkehr passieren zu lassen. 60km/h posaunte mein Nachbar mir ins Gesicht, als ich ihn das nächste Mal traf.
Wer jetzt mit mir Erbarmen hat, den kann ich trösten. Ich habe nämlich meinem Nachbarn sein letztes Bier weg getrunken und den ganzen mit Salz gereiften Käse gegessen.
Sonntag, 23. Dezember 2018
Adventskalender für Autofahrer
Mit diesem Adventskalender möchte das ASTRA allen Kunden für ihre uneingeschränkte Treue im letzten Jahr ganz herzlich danken. Der schön bebilderte Adventskalender kann bei der Marketingabteilung des Bundesamtes für Strassen bezogen werden. Da es mit dem Schenken immer so eine Sache ist, haben wir im Adventskalender einige gute Ideen hinter den Türchen versteckt.
1. Also den Start in die Adventszeit können Sie noch nicht mit einem Glas Champagner in einer Raststätte feiern, die Änderungen der Verordnung für die Zulassung von Alkohol ist erst in der Vernehmlassung.
2. Wenn Ihnen der Beifahrer ständig auf den Wecker geht, installieren Sie doch den Fahrdatenschreiber „CleverDrive“ von der Mobiliar.
3. Sie überlegen, ob Sie sich ein Elektroauto schenken sollen, haben aber Bedenken wegen der schlechten Abdeckung mit Ladestationen. Auf YouTube gibt es Bastelanleitungen, wie Sie jeden Beleuchtungskandelaber anzapfen können.
4. Die Erderwärmung hat auch seine schönen Seiten. Verreiste Fahrbahnen gehören langsam der Vergangenheit an. Damit können Sie sich den Antischleuderkurs sparen.
5. Leider kommt der Weihnachtsmann heute nur noch in Form eines heranrasenden DHL-, FedEx, Postpack-, UPS-Lieferwagens. Denken Sie an den armen Chauffeur, der immer unter Stress steht.
6. Freuen Sie sich auf das nächste Jahr. Wir kommen dem Rechtsvorbeifahren schon einen Schritt näher.
7. Es mag zwar lustig sein mit einem ZG 10 Autonummernschild herumzufahren, aber mit 233’000 Franken kann man Gescheiteres anfangen.
8. Anstatt, sich über die Staus zu ärgern, lassen Sie sich doch lieber ein schönes DAB+ Autoradio schenken.
9. Gehören Sie zu den Stammkunden bei der Polizei in Sache Bussen, nehmen Sie doch die preiswerte Mehrbussenkarte zum Abstempeln auf Ihren Wunschzettel.
10. bis 20. Was sich hinter diesen Türchen verbirgt, erfahren Sie nur aus dem kostenpflichtigen Original-Adventskalender.
21. Jetzt können Sie wirklich ein Elektroauto kaufen. Das ASTRA rüstet nämlich die Rastplätze mit Schnellladestationen aus, und die halbverfallenen und öligen Verpflegungsstände müssen nach der Revision der Nationalstrassenverordnung nun mindestens zwei Michelin Sterne aufweisen.
22. Lassen Sie sich nicht von den nörgelnden und ewig gestrigen Technikkritikern beeinflussen und bestellen Sie schon heute ein selbstfahrendes Auto.
23. Für einen Shoppingflug nach New York lassen Sie sich nicht durch Billig-Airlines mit schlechten Service abspeisen, sondern buchen Sie bei Elon Musk eine «Big Fucking Rocket» und landen in 20 Minuten in New York.
24. Unter Ihrem Christbaum liegt das Jahresupdate für Ihr Navigationsgerät. Das ASTRA wünscht Ihnen eine Umweg freie Fahrt im nächsten Jahr.
1. Also den Start in die Adventszeit können Sie noch nicht mit einem Glas Champagner in einer Raststätte feiern, die Änderungen der Verordnung für die Zulassung von Alkohol ist erst in der Vernehmlassung.
2. Wenn Ihnen der Beifahrer ständig auf den Wecker geht, installieren Sie doch den Fahrdatenschreiber „CleverDrive“ von der Mobiliar.
3. Sie überlegen, ob Sie sich ein Elektroauto schenken sollen, haben aber Bedenken wegen der schlechten Abdeckung mit Ladestationen. Auf YouTube gibt es Bastelanleitungen, wie Sie jeden Beleuchtungskandelaber anzapfen können.
4. Die Erderwärmung hat auch seine schönen Seiten. Verreiste Fahrbahnen gehören langsam der Vergangenheit an. Damit können Sie sich den Antischleuderkurs sparen.
5. Leider kommt der Weihnachtsmann heute nur noch in Form eines heranrasenden DHL-, FedEx, Postpack-, UPS-Lieferwagens. Denken Sie an den armen Chauffeur, der immer unter Stress steht.
6. Freuen Sie sich auf das nächste Jahr. Wir kommen dem Rechtsvorbeifahren schon einen Schritt näher.
7. Es mag zwar lustig sein mit einem ZG 10 Autonummernschild herumzufahren, aber mit 233’000 Franken kann man Gescheiteres anfangen.
8. Anstatt, sich über die Staus zu ärgern, lassen Sie sich doch lieber ein schönes DAB+ Autoradio schenken.
9. Gehören Sie zu den Stammkunden bei der Polizei in Sache Bussen, nehmen Sie doch die preiswerte Mehrbussenkarte zum Abstempeln auf Ihren Wunschzettel.
10. bis 20. Was sich hinter diesen Türchen verbirgt, erfahren Sie nur aus dem kostenpflichtigen Original-Adventskalender.
21. Jetzt können Sie wirklich ein Elektroauto kaufen. Das ASTRA rüstet nämlich die Rastplätze mit Schnellladestationen aus, und die halbverfallenen und öligen Verpflegungsstände müssen nach der Revision der Nationalstrassenverordnung nun mindestens zwei Michelin Sterne aufweisen.
22. Lassen Sie sich nicht von den nörgelnden und ewig gestrigen Technikkritikern beeinflussen und bestellen Sie schon heute ein selbstfahrendes Auto.
23. Für einen Shoppingflug nach New York lassen Sie sich nicht durch Billig-Airlines mit schlechten Service abspeisen, sondern buchen Sie bei Elon Musk eine «Big Fucking Rocket» und landen in 20 Minuten in New York.
24. Unter Ihrem Christbaum liegt das Jahresupdate für Ihr Navigationsgerät. Das ASTRA wünscht Ihnen eine Umweg freie Fahrt im nächsten Jahr.
Sonntag, 2. Dezember 2018
Durchsage der Polizei auf DAB+
Früher war die Welt noch in Ordnung. Da gab es einen staatlichen Radiosender und damit Basta. Dann kamen die Privatradios und das Gestürm begann.
Die Kantone als damalige Besitzer der Nationalstrassen wurden von Anfragen zur Ausrüstung von Tunneln mit den Privatradios regelrecht überrannt. Die Ausbauverhandlungen wurden teilweise mit bizarren Argumenten geführt. In einem 5,7 km langen Tunnel musste ich die ganze UKW-Sendeanlage altershalber ersetzen. Bei der Projektbearbeitung fragte mich der Unternehmer, welche Programme dann auszustrahlen seien? Ich antwortete ihm: „Alle ausser Radio Energy!“ Der Unternehmer schaute mich ganz konsterniert an und meinte Radio Energy hätte auch eine Sendekonzession für dieses Gebiet. „Der Kilchsberger kommt mir nicht in diesen Tunnel“ antwortete ich ihm knapp. Ich kann den Roman Kilchsberger mit seinen frechen Sprüchen in seiner Sendung „Mein Morgen“ auf Radio Energy nicht ausstehen. Und wenn ich ihn dann noch im Fernsehen in Top Secret, Deal or No Deal oder sonst wo sehe, platzt mir vollends der Kragen. Doch schlussendlich habe ich meine Aversion gegenüber dem lieben Roman weggesteckt und Radio Energy im Tunnel einbauen lassen.
In Zeiten von DAB+ kann man sich diese Diskussion nicht mehr verstellen, denn im schlechtesten Fall werden 18 Programme und im besten Fall 90 Programme ausgestrahlt. Doch der Einbau von DAB+ ist nicht ohne Geräusche über die Bühne gegangen. Als man im Zuge des Einbaues im Gotthardtunnel die schweizweit einmalige regelmässige RadioDurchsagen ausschaltete, hagelt es immense Kritik von Autofahrern. Zur Erhöhung des Sicherheitsgefühls der Tunnelbenutzerinnen und -benutzer liesse sich nun überlegen, ob diese regelmässigen Durchsagen nicht wiedereingeführt werden sollen, und zwar in allen Tunneln. Zur Steigerung der Aufmerksamkeit müsste aber die Sprachkonserve durch eine Live-Ansage eines Radiomoderators erfolgen. Hier würde sich nun Roman Kilchsberger regelrecht aufdrängen. Denn nach dem er den Donnschtig-Jass nicht mehr moderiert, müsste er ja dafür jetzt Zeit haben. Für die Ausstrahlung in der italienischen und französischen Schweiz müsste man aber zuerst noch seine Sprachkenntnisse prüfen. Ob die frechen Sprüche eines Zürchers aber bei den Tunnelbenutzern ankommen und nicht kontraproduktiv wirken, ist heute noch nicht zweifelsfrei geklärt.
Die Kantone als damalige Besitzer der Nationalstrassen wurden von Anfragen zur Ausrüstung von Tunneln mit den Privatradios regelrecht überrannt. Die Ausbauverhandlungen wurden teilweise mit bizarren Argumenten geführt. In einem 5,7 km langen Tunnel musste ich die ganze UKW-Sendeanlage altershalber ersetzen. Bei der Projektbearbeitung fragte mich der Unternehmer, welche Programme dann auszustrahlen seien? Ich antwortete ihm: „Alle ausser Radio Energy!“ Der Unternehmer schaute mich ganz konsterniert an und meinte Radio Energy hätte auch eine Sendekonzession für dieses Gebiet. „Der Kilchsberger kommt mir nicht in diesen Tunnel“ antwortete ich ihm knapp. Ich kann den Roman Kilchsberger mit seinen frechen Sprüchen in seiner Sendung „Mein Morgen“ auf Radio Energy nicht ausstehen. Und wenn ich ihn dann noch im Fernsehen in Top Secret, Deal or No Deal oder sonst wo sehe, platzt mir vollends der Kragen. Doch schlussendlich habe ich meine Aversion gegenüber dem lieben Roman weggesteckt und Radio Energy im Tunnel einbauen lassen.
In Zeiten von DAB+ kann man sich diese Diskussion nicht mehr verstellen, denn im schlechtesten Fall werden 18 Programme und im besten Fall 90 Programme ausgestrahlt. Doch der Einbau von DAB+ ist nicht ohne Geräusche über die Bühne gegangen. Als man im Zuge des Einbaues im Gotthardtunnel die schweizweit einmalige regelmässige RadioDurchsagen ausschaltete, hagelt es immense Kritik von Autofahrern. Zur Erhöhung des Sicherheitsgefühls der Tunnelbenutzerinnen und -benutzer liesse sich nun überlegen, ob diese regelmässigen Durchsagen nicht wiedereingeführt werden sollen, und zwar in allen Tunneln. Zur Steigerung der Aufmerksamkeit müsste aber die Sprachkonserve durch eine Live-Ansage eines Radiomoderators erfolgen. Hier würde sich nun Roman Kilchsberger regelrecht aufdrängen. Denn nach dem er den Donnschtig-Jass nicht mehr moderiert, müsste er ja dafür jetzt Zeit haben. Für die Ausstrahlung in der italienischen und französischen Schweiz müsste man aber zuerst noch seine Sprachkenntnisse prüfen. Ob die frechen Sprüche eines Zürchers aber bei den Tunnelbenutzern ankommen und nicht kontraproduktiv wirken, ist heute noch nicht zweifelsfrei geklärt.
Dienstag, 16. Oktober 2018
Mein Nachbar der Autofan
Für einmal lassen wir die Meinung meines Nachbars über die Strassenverkehrsgesetzgebung und die Arbeit der Polizei aussen vor, sonst würde es eine wüste Kolumne. Hier interessiert mehr sein Verhältnis zum Auto. Er gehört nicht zu der Gruppe von Personen, die ihr Auto lieben, trotzdem ist das Auto für ihn mehr als eine Karosse ist, die einen von A nach B bringt.
Welche Automarke er bevorzugt, konnte ich nach all den Jahren noch nicht eruieren, weil er das Auto fast häufiger als sein Hemd wechselt. Wobei, da kann er nur bedingt etwas dafür, weil als Aussendienstmitarbeiter, wird das Fahrzeug von der Firma zur Verfügung gestellt und da er, für Aussenstehende aus nicht nachvollziehbaren Gründen, etwa nach jeweils einem Jahr die Arbeitsstelle wechselt, steht immer wieder ein neuer Wagen auf seinem Parkplatz. So kann ich ihn jeweils im vorbeifahrenden Auto unmöglich erkennen, weil ich mir all diese Automarken nicht merken kann und will.
Er hingegen kennt von allen Nachbarn aus der ganzen Wohnüberbauung die Automarke fehlerfrei. Er kann auch jedes Nachbarskind dem richtigen Auto zuordnen, aber die Namen der Kinder hingegen kann er sich schlicht nicht merken.
Auch weiss er, welcher Nachbar wievielmal pro Woche das Auto wäscht. Nachbarn, denen es völlig egal ist, ob ihr Auto vor Dreck steht, hat er schon unmissverständlich seine Meinung über die Sauberkeit von Autos kundgetan. In seinem Freundeskreis muss es Autobesitzer geben, die, wenn sie bei meinem Nachbarn eingeladen sind, vorher extra durch die Autowaschanlage fahren, um der Schimpftirade zu entgehen. Sein Sauberkeitsfimmel musste auch ich erleben. Als ich bei ihm einmal mitfahren durfte, zischte er mich an, ob ich auch ja saubere Schuhe habe. Mein Nachbar ist zwar ein Kinderfreund, aber wenn sie mit einem triefenden Glace in sein sauberes Auto einsteigen wollen, wird er regelrecht böse.
Als ich vor Jahren in die Wohnung neben meinem Nachbarn eingezogen bin, meinte er zu meinem autolosen Zustand, dass er mich schon noch zu einem Autokauf bringen werde. Mein Parkplatz in der Tiefgarage ist immer noch leer!
Welche Automarke er bevorzugt, konnte ich nach all den Jahren noch nicht eruieren, weil er das Auto fast häufiger als sein Hemd wechselt. Wobei, da kann er nur bedingt etwas dafür, weil als Aussendienstmitarbeiter, wird das Fahrzeug von der Firma zur Verfügung gestellt und da er, für Aussenstehende aus nicht nachvollziehbaren Gründen, etwa nach jeweils einem Jahr die Arbeitsstelle wechselt, steht immer wieder ein neuer Wagen auf seinem Parkplatz. So kann ich ihn jeweils im vorbeifahrenden Auto unmöglich erkennen, weil ich mir all diese Automarken nicht merken kann und will.
Er hingegen kennt von allen Nachbarn aus der ganzen Wohnüberbauung die Automarke fehlerfrei. Er kann auch jedes Nachbarskind dem richtigen Auto zuordnen, aber die Namen der Kinder hingegen kann er sich schlicht nicht merken.
Auch weiss er, welcher Nachbar wievielmal pro Woche das Auto wäscht. Nachbarn, denen es völlig egal ist, ob ihr Auto vor Dreck steht, hat er schon unmissverständlich seine Meinung über die Sauberkeit von Autos kundgetan. In seinem Freundeskreis muss es Autobesitzer geben, die, wenn sie bei meinem Nachbarn eingeladen sind, vorher extra durch die Autowaschanlage fahren, um der Schimpftirade zu entgehen. Sein Sauberkeitsfimmel musste auch ich erleben. Als ich bei ihm einmal mitfahren durfte, zischte er mich an, ob ich auch ja saubere Schuhe habe. Mein Nachbar ist zwar ein Kinderfreund, aber wenn sie mit einem triefenden Glace in sein sauberes Auto einsteigen wollen, wird er regelrecht böse.
Als ich vor Jahren in die Wohnung neben meinem Nachbarn eingezogen bin, meinte er zu meinem autolosen Zustand, dass er mich schon noch zu einem Autokauf bringen werde. Mein Parkplatz in der Tiefgarage ist immer noch leer!
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